Gute Black Jack Regeln mit denen man mehr gewinnt

Die Black Jack Regeln sind nicht nur wichtig um das Spiel an sich zu verstehen, sondern auch um herauszufinden,  welche hoch der Hausvorteil des Casinos ist. Es gibt verschiedene Regel-Varianten, die über die Gewinnchancen des Spielers entscheiden. Die Black Jack Regeln können sich von Casino zu Casino unterscheiden.  Und selbst ein und dasselbe Casino bietet meist verschiedene Tische an, die sich in den Regeln unterscheiden. Um möglichst wenig Nachteil zu haben,  ist es wichtig die verschiedenen Regel-Varianten beim Black Jack zu kennen und zu wissen, welche von Vorteil und welche von Nachteil sind. Zwar haben die Regel-Varianten nur einen geringen Einfluss auf den Hausvorteil des Casinos und damit auf die statstische Gewinnerwartung des Spielers, dennoch können sie auf lange Sicht über Erfolg oder Misserfolg im Casino entscheiden.

Auswirkung von Black Jack Regeln auf den Hausvorteil

Der Hausvorteil des Casinos (englisch: edge) setzt sich aus verschiedenen Regeln eines Spiels zusammen. Der Hausvorteil wird in negativen Prozenten angegeben und mit einem vorausgehenden Minus gekennzeichnet. Ist eine Regel von Vorteil für den Spieler, ist ein Pluszeichen vorangestellt. Die meisten Regeln haben geringe Auswirkungen und können deswegen vernachlässigt werden. Wir fassen aber die wichtigsten Black Jack Regeln zusammen.

1. Black Jack Payout 3:2 vs 6:5

Blackjack Auszahlungsverhältnis 3:2 PayoutDie wichtigste Black Jack Regel ist das Payout für die Kartenkombination namens Black Jack bestehend aus einem Ass und einer zehnwertigen Karte. Damit bekommt man meist den Gewinn im Verhältnis 3:2 (das 1,5-fache des Einsatzes).
Viele Casinos bieten mittlerweile aber vor allem auf den niedrigen Limits ein Payout von 6:5 (das 1,2-fache) an. Was auf den ersten Blick vielleicht ganz gut aussieht, ist allerdings wesentlich schlechter. Statt 50% mehr wie beim 3:2-Payout gibt es nur 20% mehr bei einem Blackjack.
Das wirkt sich auch auf den Hausvorteil des Casinos aus. Bei der 6:5-Variante ist der Hausvorteil des Casinos 1,2% mehr als beim normalen 3:2-Payout. Damit man diese Berechnung nie anstellen muss, sollte man einfach grundsätzlich nie an einem Tisch mit 6:5-Payout spielen.
Also immer Augen offen halten! Die angebotene Payout-Variante ist meist groß auf das Spielfeld aufgedruckt oder steht auf einem Extra-Schild neben dem Dealer.

Mehr Infos zum Payout

2. Kartendecks

Die Anzahl der Kartendecks spielt vor allem für das Karten zählen eine Rolle, macht sich aber auch beim Hausvorteil bemerkbar.

Je weniger Kartendecks verwendet werden, desto besser für den Spieler.

Blackjack-Spiel mit 6 KartendecksAllerdings wird in den meisten Casinos standardmäßig ein 6-Deck-Spiel angeboten. Jedoch findet man auch immer wieder Tische, an denen mit 8 Decks gespielt wird. Der Hausvorteil ist dabei allerdings nur minimal höher als bei einem 6-Deck-Spiel (0,04%). Wesentlich besser stehen die Chancen bei einem Doubledeck oder gar Single-Deck-Spiel. Das Double-Deck-Spiel hat 0,12% weniger Hausvorteil als das 6-Deck-Spiel. Das Single-Deck sogar 0.43% weniger als das 6-Deck Spiel und immer noch 0.26% weniger als das Double-Deck-Spiel. Normalerweise gibt es in den Casinos kaum noch Doubledeck oder Single-Deck-Blackjack. Und wenn, dann nur bei hohen Mindesteinsätzen ab 25 Dollar. Wenn die anderen Regeln aber auch noch passen, sollte man darüber nachdenken vielleicht ein paar Hände mit höherem Einsatz zu spielen und einen geringeren Nachteil zu haben als bei vielen Händen mit niedrigem Einsatz aber höherem Nachteil.

Hier ein anschaulicher Überblick, welche Auswirkung die Anzahl der Kartendecks auf den Hausvorteil hat:

# Decks Hausvorteil
1 +0.02%
2 -0.31%
3 -0.43%
4 -0.48%
5 -0.52%
6 -0.54%
7 -0.55%
8 -0.57%

3. Black Jack Dealer Regel

Den zweitmeisten Einfluss auf den Hausvorteil des Casinos hat die Black Jack Dealer Regel. Hierbei geht es darum, ob beim Dealer das Ass als 1 oder 11 gezählt wird.
Gilt die Regel-Variante „Dealer stands on Any 17“ zählt das Ass bei ihm immer elf Punkte und er muss mit einer Soft-17 mit einem elfwertigen Ass stehen bleiben. Unabhängig davon kann der Spieler immer entscheiden, ob er das Ass als eins oder elf verwendet. Dadurch hat der Spieler einen Vorteil.
Bei der zweiten Möglichkeit muss der Dealer bei einer Soft17 noch solange Karten ziehen, bis er „harte 17“ hat. Asse werden dabei immer als eins gewertet. Diese Variante ist von Nachteil für den Spieler und erhöht den Hausvorteil um ca. 0.20%

Das Payout und die Dealer-Ziehregel stehen gut erkennbar auf dem Blackjack-Tisch. Die anderen Regeln, die einen Einfluss auf den Hausvorteil haben sieht man nicht auf den ersten Blick. Hierfür muss man das Geschehen am Tisch zunächst eine Weile verfolgen oder den Dealer fragen.

4. Split-Regeln

Mit zwei identischen Kartenwerten hat man ein Paar, das man splitten kann. Erhält man auf einer der beiden aufgeteilten Hände eine weitere Karte mit identischem Kartenwert, kann man in vielen Casinos dieses Paar erneut splitten. So kann man bis zu vier Hände gleichzeit spielen. Nach dem Splitten bekommt man erstmal eine Karte, kann dann aber noch weitere ziehen, wenn die Casino-Kunden Regeln das erlauben.

Einen Sonderfall stellen zwei Asse dar. Diese kann man meist nur einmal splitten und bekommt dann auch nur noch eine Karte. Wenn es sich dabei um eine Zehner-Korpus handelt, zählt das nicht als”Black Jack”, sondern als 21. Man gewinnt damit

Seltener: In manchen Casinos kann man allerdings nur maximal zwei Hände spielen.

5. Verdopplungs-Regeln

Es gibt verschiedene Regeln im Zusammenhang mit der Verdopplungs-Option, die einen Einfluss auf den Hausvorteil haben.

Double Down Any two Cards

Die gängigste Regel – und auch die beste für den Spieler ist die Regel, dass man jede beliebige Hand verdoppeln darf. Was viele nicht wissen ist, dass man auch Soft-Hände mit einem Ass verdoppeln darf und das auch öfter tun sollte. Wenn der Dealer eine niedrige Karte zwischen 3 und 6 hat verdoppelt man z.b. wenn man selbst Ass-3 bis 6 hat. Durch eine weitere Karte kann man sich fast nur verbessern, während der Dealer eine schlechte Ausgangsposition hat und Gefahr läuft zu busten.

In manchen Casinos ist das Verdoppeln allerdings eingeschränkt. Dort darf man dann z.b. nur mit 9, 10 oder 11, nicht aber mit Soft-Händen verdoppeln. Der Hausvorteil des Casinos wächst dadurch um 0,10% an.

Double after Split – DAS

Dass man nach dem Teilen auch noch verdoppeln darf ist eigentlich eine Standard-Regel, die den Hausvorteil des Casinos zu Gunsten des Spielers senkt. Ist die DAS-Regel nicht erlaubt, bedeutet das hingehen einen Nachteil für den Spieler, da er in einer vorteilhaften Situation nicht das Maximale herausholen kann.

6. Surrender

Wann man beim Blackjack aufgeben sollte - SurrenderSurrender ist eine der eher unbekannteren Black Jack Regeln. Das englische Wort steht für das Aufgeben seiner Hand zu Gunsten der Hälfte seines Einsatzes. Bei einer aussichtslos erscheinenden Hand gegen eine starke Dealer-Up-Karte, kann man so immerhin die Hälfte seines Einsatzes retten. Dazu muss man aber sofort Surrender sagen, wenn man an der Reihe ist. Surrender sollte man mit 16 gegen eine 9, 10 oder ein Ass des Dealers nutzen. Sowie mit 15 gegen 10.

In allen anderen Fällen ist man besser beraten weiter zu spielen. Wendet man die Surrender-Option korrekt an, senkt das den Hausvorteil um 0.07 (bei bis zu zwei Decks) bis 0.10% (bei 6 oder mehr Decks).

Mehr Infos zum Surrender

Hausvorteil anhand der Black Jack Regeln berechnen

Bei den Black Jack Regeln gilt: „Auch Kleinvieh macht Mist!“ Die einzelnen Regeln scheinen keinen besonders große Auswirkung zu machen, doch in der Summe entscheiden ein paar Prozent bzw. Promille-Punkte darüber ob man im Casino auf lange Sicht etwas gewinnt oder der ewige Loser bleibt. Mit ein bißchen Übung kann man schnell entscheiden, ob ein Casino gute Black Jack Regeln anbietet oder ob man lieber in einem anderen Casino spielen sollte.

Schritt für Schritt Anleitung

Wenn man zum Beispiel an einem Blackjacktisch steht, sollte man zuerst einen Blick auf das Auszahlungsverhältnis werfen. Was steht auf dem Tisch? Idealerweise steht auf dem Tisch „Blackjack pays 3:2“ oder so ähnlich. Beträgt der Payout 6:5, dann nichts wie weiter zum nächsten Tisch!

Hat man einen Tisch mit einem Payout von 3:2 gefunden, schaut man als nächstes, wieviele Kartendecks verwendet werden. Ausgehend von der Tabelle hat man schon mal den Grund-Hausvorteil. Wird standardmäßig mit 6-Kartendecks in einem Kartenschlitten gespielt, dann beträgt der Hausvorteil -0.54%.

Dann ist es entscheidend welche Dealer-Regel es gibt. Hier ist „Dealer stands on any 17“ besser als „Dealer hits soft 17“.

Standardmäßig sollte zu diesen Voraussetzungen das Verdoppeln jeder beliebigen beiden Karten sowie das Verdoppeln nach dem Teilen erlaubt sein. Man sollte bei Paaren bis zu vier Hände spielen dürfen und Surrender nutzen dürfen. Bei dieser Konstellation wäre der Hausvorteil bei ca. 0.4%.

Noch besser wäre es mit weniger Kartendecks zu spielen und wenn es erlaubt wäre Asse mehrmals zu teilen und dabei sogar noch mehr als eine Karte zu nehmen. Bei einem Double-Deck-Spiel hätte man so einen Nachteil von gerade mal 0,1%. Im Single-Deck-Spiel wäre man sogar um 0.1% im Vorteil.

Alles in allem helfen diese Informationen hoffentlich dabei, dass Du in Zukunft nur an Tischen mit guten Black Jack Regeln spielst.

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