Unterschied zwischen Blackjack und 17 und 4

In diesem Artikel geht es um den Unterschied zwischen Blackjack und 17 und 4. Beides sind Kartenspiele mit ähnlichen Regeln. Im Deutschen wird Blackjack, das im englischen eigentlich „21“ heißt auch oft mit 17 und 4 gleichgesetzt.

17 und 4 entwickelte sich aus dem Spiel „Trente un“ (französisch für 31). Bei „Trente un“ war das Ziel 31 Punkte zu erreichen. Unter dem Namen Vingt (et) un – französisch für „Einundzwanzig“ wurde das Kartenspiel dann im 18. Jahrhundert in Frankreich abgewandelt und dort im Palast von König Ludwig dem 15. gerne gespielt. Der englische Name „Pontoon“ ist eine klangliche Ableitung des französischen „Vingt un“ (sprich: Want-a).

Im 20. Jahrhundert wurde in den Casinos von Las Vegas daraus das Glücksspiel „Blackjack“ entwickelt.

Gemeinsamkeiten von Blackjack und 17 und 4

Sowohl beim Blackjack als auch beim 17 und 4 spielt man gegen einen Bankhalter. Dieser heißt im Casino beim Blackjack allerdings Dealer oder französisch Croupier. Ziel bei beiden Spielen ist es möglichst nahe an 21 heranzukommen. Dazu bekommt man zwei Karten ausgeteilt und kann weitere Karten nehmen, solange man nicht mehr als 21 Punkte hat.

Das bestmögliche Blatt ist jeweils die 21 bestehend aus einem 11-wertigen Ass und einer zehnwertigen Karte (Zehn, Bube, Dame, König).

Die Farben haben keinen Einfluss auf das Spiel. Es sei denn, im Casino wird eine Nebenwette (Sidebet) angeboten, bei der die Farbe eine Rolle spielen kann.

Blackjack – 17 und 4 – Unterschied

# Blackjack 17 und 4
Spielkarten mehrere (meist 6) amerikansische Kartendecks zu je 52 Karten Skatblatt mit 32 Karten oder französisches Deck mit 52 Karten
Ass-Wert eins oder elf immer elf, nie eins
Auszahlungsverhältnis bei 21 3:2 2:1
Einsatzlimit je nach Tisch festgelegt Bankhalter gibt jede Runde Maximal-Einsatz vor
Einsatz-Zeitpunkt vor der ersten Karte nach der ersten Karte
Zieh-Regeln mindestens 17 maximal 21
Verdeckte Karten nein ja

Unterschiedliche Spielkarten

unterschiedliche Karten bei Blackjack und 17 und 417 und 4 spielt man entweder mit einem Skatblatt mit 32 Karten oder einem französischen Kartendeck mit 52 Karten. Beim Blackjack verwenden die Casinos meist mehrere Kartendecks. In der Regel wird Blackjack mit sechs Kartendecks zu je 52 Karten gespielt. Anders als beim 17 und 4 werden beim Blackjack amerikanische Karten verwendet. Unterschieden werden die französischen und amerikanischen Karten allerdings nur durch die Bezeichnung zweier Bildkarten. Im Französischen steht auf dem Buben ein „B“ für „Bube“ während beim amerikanischen Kartenspiel ein „J“ für „Jack“ steht.

Wert des Asses

Bei 17 und 4 beträgt der Wert eines Asses immer elf Punkte. Beim Blackjack kann ein Ass entweder eins oder elf betragen. Der entscheidet dabei selbst, ob das Ass als eins oder elf gezählt wird. Hat der Spieler unter 21 mit einem Ass ist der Wert eines Asses immer elf. Würde der Spieler mit einem Ass die erlaubte Punktzahl von 21 überschreiten, zählt ein Ass nur noch einen Punkt.

Beim Dealer ist der Wert des Asses abhängig davon, nach welcher Regel gespielt wird. Hier gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Die erste ist, dass der Dealer bei jeder 17 stehen bleiben muss. Also auch bei einer 17 bestehend aus einem Ass und einer sechs (Soft 17). In diesem Fall steht auf dem Blackjack-Tisch die Aufschrift „Dealer stands on any 17“ oder so ähnlich.

Die zweite Möglichkeit ist, dass der Dealer solange zieht bis er mindestens eine Hard 17 hat. In diesem Falle würde der Dealer mit einer Soft17 (A6) noch mindestens eine weitere Karte ziehen. Sollte der Dealer dann über 21 kommen, wird das Ass als eins gezählt. Auf dem Blackjack-Tisch steht dann „Dealer must hit Soft 17“. Für den Spieler ist es besser, wenn der Dealer auch bei einer Soft17 stehen bleiben muss.

Zieh-Regeln

Beim Blackjack muss der Dealer so lange Karten ziehen bis er mindestens 17 (je nach Regelvariante mit oder ohne Ass – siehe einen Abschnitt weiter oben bei „Wert des Asses“) hat. Dann darf er nicht mehr ziehen. Beim 17 und 4 kann der Bankhalter selbst entscheiden, wieviele Karten er noch zieht, solange er nicht über 21 kommt.

Einsatzlimit

Die Limits beim Blackjack sind bei jedem Tisch genau festgelegt und stehen auf einem Schild neben dem Dealer. Der Mindesteinsatz beträgt dabei entweder 5, 10, 15, 25, 50 oder 100 Dollar / Euro. Der Maximaleinsatz ist meist das 100-fache des Mindesteinsatzes, kann aber auch wesentlich weniger sein, wie z.B. das 25-fache des Mindesteinsatzes. Die Einsatzlimits gelten pro Box (Spielfeld). Wenn also bis zu 7 Spieler an einem Blackjack-Tisch sitzen, kann jeder Spieler den Maximaleinsatz bringen.

Bei 17 und 4 ist der Maximaleinsatz durch den Einsatz des Bankhalters festgelegt. Dieser bringt vor jeder Spielrunde seinen Einsatz, der von allen Spielern zusammen nicht überschritten werden darf. Ein Spieler hat dabei die Möglichkeit alleine gegen die Bank zu spielen, indem er den Einsatz in Höhe des vom Bankhalters gebrachten Einsatzes setzt und entweder „va banque“ oder „banco“ sagt. In diesem Fall dürfen die anderen Spieler nicht mehr in der Runde mitspielen.

Einsatz-Zeitpunkt

Üblicherweise bringen die Spieler bei beiden Spielen den Einsatz vor dem Austeilen der Karten. Beim 17 und 4 gibt es jedoch auch die Regelvariante, dass die Spieler ihren Einsatz erst festlegen müssen, nachdem sie die erste Karten erhalten haben. Ähnlich wie beim Pokern können die Spieler ihre Einsätze vor dem Ziehen weiterer Karten erhöhen. Der Erhöhungsbetrag darf dabei mindestens so hoch wie der erste Einsatz und maximal doppelt so hoch sein.

Beim Blackjack kann man immerhin seinen Einsatz verdoppeln, wenn man eine aussichtsreiche Kartenkombination hat z.B. eine zehn oder elf.

Auszahlungsverhältnis bei 21

Erreicht der Spieler beim 17 und 4 mit zwei Karten den Bestwert von 21, bekommt er seinen Einsatz im Auszahlungsverhältnis von 2:1 zurück. Das heißt man bekommt als Gewinn das Doppelte zum Einsatz obendrauf. Wenn man z.B. 10 Euro gesetzt hat bekommt man 20 Euro Gewinn dazu und insgesamt mit seinen 10 Euro Einsatz 30 Euro zurück.

Beim Blackjack beträgt das Auszahlungsverhältnis bei einer 21 mit zwei Karten hingegen 3:2. Was sich mehr anhört, ist allerdings weniger. 3 geteilt durch zwei ist 1,5. Statt dem Doppelten Gewinn wie beim 17 und 4 gibt es beim Blackjack also nur das 1,5-fache. Um seinen Gewinn zu berechnen muss man den Einsatz mal 3 nehmen und dann durch 2 teilen. Bei einem Einsatz von 10 Euro rechnet man also 10 Euro mal 3 (ist 30) geteilt durch 2. Man erhält also 15 Euro als Gewinn zu seinen 10 Euro Einsatz und damit 25 Euro insgesamt.

Verlust gegen 21 des Bankhalters / Dealers

Hat der Bankhalter bei 17 und 4 mit zwei Karten 21, müssen die Spieler doppelt zahlen. Wenn ein Spieler allerdings ebenfalls 21 Punkte mit zwei Karten erhält verliert er nur seinen Einsatz. Es gibt also kein Unentschieden wie beim Blackjack, wenn sowohl Dealer als auch Spieler 21 mit zwei Karten haben. Hier würde der Spieler seinen Einsatz zurück bekommen und verliert seinen einfachen Einsatz mit allen anderen Kartenkombinationen, wenn der Dealer eine 21 aus zwei Karten hat.

Verdeckte und offene Karten

Die Spieler bei 17 und 4 bekommen je zwei verdeckte Karten. Der Bankhalter bekommt eine verdeckte Karte und zieht seine zweite und eventuell weitere Karten, wenn alle Spieler ihre Entscheidung getroffen haben. Beim Blackjack sind alle Karten offen, so dass die Spieler jederzeit sehen können, was die anderen Spieler haben. Der Dealer hat ebenfalls eine offene Karte. Beim amerikanischen Blackjack hat der Dealer zusätzlich zur offenen Karte eine verdeckte Karte (Hole Card). Beim europäischen Blackajck zieht der Dealer wie beim 17 und 4 seine zweite bzw. dritte und weitere Karten erst, wenn die Spieler ihre Entscheidungen getroffen haben.

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