Blackjack Regeln – kurze und einfache Anleitung für Anfänger

Blackjack ist ein Kartenspiel, das aufgrund seiner einfachen Blackjack Regeln gerne in Casinos und Spielbanken um Geld gespielt wird. Man spielt an einem Blackjack-Tisch gegen den sogenannten „Dealer“. Das ist der Kartengeber und vertritt das Casino.

Ziel ist es mit zwei oder mehr Karten mehr Punkte als der Dealer zu erlangen. Jedoch maximal 21. Wenn man mehr als 21 Punkte hat, verliert man. Das nennt man „Bust“ oder auf deutsch „überkaufen“ / „verkaufen“.

Erhält man mit zwei Karten den Punkt Wert von 21 nennt man das – wie das Spiel selbst – „Blackjack“ oder „Natural 21“. Dafür benötigt man ein Ass und eine zehnwertige Karte (10, Jack, Queen, King). Mit einem Blackjack gewinnt man im Verhältnis 3:2, das heißt man gewinnt das 1,5-fache seines Einsatzes hinzu. In einigen Casino wird auch nur ein Blackjack Payout von 6:5 angeboten. Das ist wesentlich schlechter als 3:2 und sollte gemieden werden!

Artikel zu Black Jack Regeln

Kartenwerte

Kartenwerte bei den Blackjack Regeln

Blackjack wird mit mehreren Kartendecks zu je 52 Karten gespielt. In den meisten Casinos werden sechs Kartendecks verwendet. Es gibt aber auch Single-Deck Blackjack mit einem Kartendeck, das der Dealer aus der Hand austeilt und entsprechend Double-Deck Blackjack mit zwei Kartendecks. Seltener trifft man Blackjack-Tische an, bei denen mit vier oder acht Kartendecks gespielt wird. Bei mehr als zwei Kartendecks verwendet der Dealer einen sogenannten Kartenschlitte (Schuh) oder eine automatische Mischmaschine (Continous Shuffle Machine).

In einem Kartendeck sind die Kartenwert 2 bis 10 enthalten. Außerdem gibt es die Bildkarten Bube (Jack), Dame (Queen) und König (King), die ebenfalls zehn Punkt wert sind. Ein Ass hat beim Blackjack eine besondere Rolle. Man kann es entweder als 11 oder 1 zählen. Welchen Wert man für ein Ass zählt hängt von der Situation ab.

Die Farben spielen beim Blackjack keine direkte Rolle. Es gibt aber Nebenwetten (Sidebets), bei denen die Farbe unter Umständen entscheidend sein kann. Diese Nebenwetten werden nicht in allen Casinos angeboten und haben schlechte Quoten für den Spieler.

Blackjack-Tisch

Blackjacktisch Layout

Ein Blackjack-Tisch hat die Form eines Halbkreises. An der geraden Seite sitzt oder steht der Dealer mit den Chips (Jetons) vor sich. Zu seiner rechten oder linken befindet sich der Schlitten oder die Mischmaschine mit den Karten. Gegenüber sitzen bis zu sieben Spieler im Halbkreis.

Auf dem Tisch ist für jeden Spieler ein Feld, in das er vor jeder Runde seinen Einsatz in Form von Chips platziert. Um Chips zu erhalten legt man die gewünschte Geldsumme in Scheinen auf den Tisch. Der Dealer kassiert die Scheine ein und händigt den Gegenwert in Chips aus.

Jeder Blackjack-Tisch hat ein gewisses Minimum. Das ist der Minimal-Einsatz, den man nicht unterschreiten darf. In Las Vegas beginnen die Mindesteinsätze bei fünf bis zehn Dollar. Manchmal findet man aber auch Tische für Blackjack-Anfänger, an denen man weniger setzen darf. Das Tischminimum steht auf einem Schild oder einer digital Anzeige neben dem Dealer.

Dort steht auch das Maximum – der maximal erlaubte Einsatz pro Hand. Dieses Maximum ist meist das 100-fache des Mindesteinsatzes. Bei einem Blackjack-Tisch, an dem das Minimum 10 Euro ist, beträgt das Maximum also in der Regel 1000 Euro. Ja, es gibt Leute, die das setzen. Ich habe das allerdings erst zweimal erlebt. Normalerweise spielen Leute, die soviel setzen an Tischen, die ein höheres Minimum haben oder in einem extra VIP-Raum für High Roller.

Die wichtigsten Blackjack Regeln

Die wichtigsten Blackjack-Regeln des jeweiligen Tisches sind auf den Filzbelag aufgedruckt (siehe oben). Da es vorkommen kann, dass die Blackjack Regeln sich von Casino zu Casino – und sogar von Tisch zu Tisch innerhalb eines Casinos – unterscheiden, sollte man sich folgende Dinge genau anschauen, bevor man sich an einen Blackjack-Tisch setzt.

Blackjack pays 3:2 oder 6:5

Man sollte darauf achten, dass das Blackjack Payout 3:2 beträgt. Das heißt mit einem Black Jack aus Ass und Zehner-Karte bekommt man für seinen Einsatz das 1,5-fache als Gewinn hinzu. Alternativ gibt es auch ein Auszahlungsverhältnis von 6:5 für einen Blackjack (21 mit zwei Karten), das ist aber wesentlich schlechter als ein Payout von 3:2.

Zieh-Regel des Dealers

Es gibt zwei verschiedene Zieh-Regeln für den Dealer. Grundsätzlich zieht der Dealer solange Karten bis er mindestens 17 hat. Allerdings spielt das Ass dabei eine entscheidende Rolle. Es zählt entweder 1 oder 11. Deswegen gibt es zwei unterschiedliche Zieh-Regeln für den Dealer: „Dealer must Hit Soft 17“ oder „Dealer stands on any 17„.

Einer dieser beiden Schriftzüge steht auf dem Blackjack-Tisch. Wenn dort steht „Dealer must Hit Soft 17“ bedeutet das, dass der Dealer mit einer Kartenkombination mit dem Wert 17 noch eine Karte ziehen muss, wenn ein Ass dabei ist. Hat der Dealer z.B. ein Ass und eine 6, dann zählt das Ass nur als 1 und er muss solange ziehen, bis er mindestens 17 hat. Diese Blackjack-Variante ist in Las Vegas gebräuchlich.

Die Variante „Dealer stands on any 17“ bedeutet, dass der Dealer auch bei einer Soft17 mit eine Ass stehen bleibt und keine weitere Karte nimmt. Diese Regel-Variante ist vor allem in Europa gebräuchlich und von Vorteil für den Spieler. Mit einer Soft17 hat der Dealer eine relativ schwache Hand. Diese würde er höchstwahrscheinlich mit weiteren Karten verbessern. Wenn er mit Soft17 stehen bleiben muss, hat der Spieler eine höhere Gewinnchance.

Blackjack Versicherung abschließen - Insurance 2 to 1

Versicherung / Insurance

Ist die offene Karte des Dealers ein Ass, fragt er die Spieler, ob sie sich gegen einen Blackjack versichern wollen. Im Grunde ist diese Bezeichnung „Versicherung“ etwas irreführend. Man versichert damit nicht seine eigene Hand, man wettet eigentlich, ob der Dealer einen Blackjack hat oder nicht.

Will man darauf wetten, dass der Dealer einen Blackjack hat, muss man die Hälfte seines bestehenden Einsatzes zusätzlich auf den Bereich des Tisches legen, auf dem „Insurance“ steht. Hat der Dealer einen Blackjack gewinnt man das Doppelte seines „Versicherungs-Einsatzes“ hinzu. Man verliert allerdings seinen ursprünglichen Einsatz.

Hat der Dealer keinen Blackjack, hat man den Versicherungs-Einsatz vergeblich gezahlt. In den meisten Fällen lohnt sich eine Versicherung daher nicht.

Spielablauf beim Blackjack

Der Dealer beginnt eine Runde mit dem Mischen. Wird eine Mischmaschine verwendet fällt dieser Vorgang weg. Nach dem Mischen bietet der Dealer einem Spieler eine rote Plastikkarte an. Das ist die Cutting-Card. Sie dient zum abheben. Der Spieler steckt die Karte in den Kartenstapel und der Dealer hebt den vorderen Kartenteil ab und platziert ihn an das andere Ende. Die Cutting-Card steckt er nun selbst an die Stelle, an der beim Ausspielen der Cutting-Card wieder gemischt werden soll. Hier hat jedes Casino entsprechende Vorgaben, wie hoch die sogenannte „Deck-Penetration“ sein soll. Normalerweise werden zwei Drittel oder drei Viertel aller Karten im Schlitten ausgespielt und die Cutting-Card entsprechend platziert. Die Deck-Penetration ist wichtig für das Karten zählen. Je höher die Deck-Penetration ist, desto besser.

Wenn die Karten wieder im Schlitten sind, zieht der Dealer eine oder mehrere Karten und legt diese verdeckt in der Kartenablage ab. Diese „Burning Cards“ sollen zum einen ein faires Spiel gewährleisten, aber auch das Karten zählen erschweren.

Nachdem der Dealer die Burning-Cards gezogen hat, geht das eigentliche Blackjack-Spiel erst los.

Der Dealer zieht jeweils eine Karte und teilt sie mit dem Wert nach oben beginnend beim Spieler zu seiner linken aus. Der Spieler, der als erstes die Karte bekommt sitzt aus seiner Sicht ganz rechts am Blackjack-Tisch. Diese Position nennt man wie im Baseball „First Base“. Anschließend bekommen die anderen Spieler ebenfalls je eine Karte im Uhrzeigersinn. Sind alle Spieler versorgt, zieht der Dealer eine Karte für sich selbst und legt diese offen vor sich hin. Diese Karte nennt man „Up-Card“. Dann teilt er jeden Spieler – angefangen vom Spieler an der First Base – die zweite Karte ebenfalls mit dem Wert nach oben aus.

Im Amerikanischen Blackjack zieht der Dealer anschließend eine zweite Karte für sich selbst. Diese zweite Karte legt er allerdings versteckt neben oder unter die erste Karte, so dass keiner den Wert sehen kann. Die zweite Karte des Dealers heißt deswegen „Hole Card“.

Im Europäischen und Asiatischen Blackjack gibt es keine Hole Card. Hier zieht der Dealer seine zweite und ggf. weitere Karte erst, wenn alle Spieler ihre Aktion beendet haben.

Optionen der Blackjack Regeln

Haben alle Spieler zwei Karten beginnt der Dealer die Spieler nach ihrer Aktion zu fragen. Zu erst ist der Spieler an der First Base dran. Es gibt folgende Optionen:

  • HIT – Karte nehmen
  • STAND – stehen bleiben
  • DOUBLE DOWN – Verdoppeln
  • SPLIT – Teilen (nur bei Paaren)
  • SURRENDER – aufgeben (nicht in allen Casinos erlaubt)

Die jeweilige Option macht man von der Summe seiner beiden Karten und der Karte des Dealers abhängig. Welche Entscheidung in welcher Situation am besten ist, kann man in der optimalen Blackjack Strategie-Tabelle ablesen. Diese sollte man auswendig lernen, bevor man ins Casino geht.

Double Down – Verdoppeln

In den meisten Casinos gilt die Regel: Double Down on any two Cards. Das bedeutet, dass man auf jede Starthand bestehend aus zwei Karten seinen Einsatz verdoppeln darf. Wenn man der Meinung ist, dass man seine Hand mit einer weiteren Karte entsprechend verbessert, dass man gegen den Dealer gewinnt, signalisiert man dem Dealer, dass man verdoppeln will. Man sagt dazu „Double Down“ und legt einen weiteren Einsatz in der Höhe des ursprünglichen Einsatzes neben den bisherigen Einsatz in die Setzbox. Hat man z.B. 5 Euro gesetzt und will verdoppeln, legt man einen zweiten 5 Euro Chip neben den ersten. Der Dealer teilt dann nur noch eine einzige Karte aus, die zusammen mit den beiden Startkarten die endgültige Gesamtsumme ergibt. Die Summe darf 21 logischerweise nicht überschreiten und muss höher sein als die Summe des Dealers. Es gibt auch die Option „Double for less“. Dabei bringt man einen Einsatz, der geringer ist, als der ursprüngliche Einsatz. Meistens ist das auf die Hälfte festgelegt.

Man sollte allerdings nicht bei jeder beliebigen Hand verdoppeln, sondern nur bei für den Spieler vorteilhaften Situationen. Wenn man z.B. eine 9, 10 oder 11 aus zwei Karten hat, könnte man mit einer Zehnerkarte eine hohe Summe wie 19, 20 oder gar 21 erreichen. Auch Soft-Hands mit einem Ass kann man unter Umständen verdoppeln.

Das Verdoppeln wird von vielen Anfängern nicht richtig genutzt, weil sie Angst haben doppelt soviel zu verlieren. Deshalb sollte man sich in der Blackjack Strategie Tabelle genau anschauen, wann man seinen Einsatz unbedingt verdoppeln sollte. Verpasst man eine Gelegenheit zum Verdoppeln, lässt man unnötigerweise Geld liegen.

Fortgeschrittene Blackjack-Spieler halten Ausschau nach Situationen, in denen Anfänger sich nicht trauen eine aussichtsreiche Hand zu verdoppeln und bieten an, die Verdopplung zu übernehmen. Bei einem Gewinn bekommt der Verdoppler den Gewinn aus seinem verdoppelten Einsatz und der Spieler den einfachen Gewinn aus seinem ursprünglichen Einsatz. Beide Gewinnen. Der Haken an der Sache ist, dass so eine Aktion von vielen Anfängern skeptisch gesehen wird, weil sie denken, dass sie übers Ohr gehauen werden statt zu ihrem Glück gezwungen zu werden. Außerdem bekommt man beim Verdoppeln nur noch eine dritte Karte. Ist die dritte Karte niedrig kann man keine vierte Karte mehr ziehen. Wenn der Spieler so die Hand verliert, wird er den Verdoppler dafür verantwortlich machen. Zu erklären, dass man in den meisten Fällen gewinnt, ist dabei oft der einzige, aber schwache Trost.

Blackjack Regeln PDF

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