Wie viel kann man als Blackjack-Profi verdienen?

Jeder Zocker habt bestimmt schon mal darüber nachgedacht, wie schön es wäre, wenn man seinen Lebensunterhalt mit als Blackjack-Profi mit Kartenspielen „verdienen“ könnte. Daraus ergeben sich Visionen, große Chipsstapel zu bewegen, Bargeld-Koffer durch die Gegend schleppen, sich wie James Bond zu kleiden und die Welt zu bereisen.

Aber ist es wirklich so lukrativ, ein professioneller Spieler zu sein?

Fangen wir damit an, dass wir definieren, was es bedeutet, ein Blackjack-Profi zu sein. Wir werden auch die Gehälter ausrechnen, die gute Profispieler in verschiedenen Spielen verdienen können.

Wie definieren wir einen professionellen Blackjack-Spieler?

Blackjack-Profi mit Chips

Der Begriff „professioneller Glücksspieler“ wird manchmal austauschbar für Menschen verwendet, die durch Glücksspiel ein Teilzeit- oder Vollzeiteinkommen erzielen.

Es ist also ein Begriff für Spieler, die über die Fähigkeit verfügen, langfristig Gewinne zu erwirtschaften.

Daher können Sie technisch gesehen als Profi-Spieler betrachtet werden, solange Sie das ganze Jahr über Gewinne jeglicher Art erzielen.

Aber ich habe eine viel engere Definition von einem professionellen Spieler.

Ein echter Profi macht auch genug Gewinn, um alle seine Lebenshaltungskosten zu decken. Dazu gehören Miete (Hauszahlung), Nebenkosten, Auto und Versicherung, Sozialversicherung, Verpflegung, Kleidung und alles andere, was als man zu einem angenehmen Leben braucht.

Ein Halbprofi ist jemand, der genug verdient, um sein Einkommen zu erhöhen, aber nicht durch Glücksspiel seinen Lebensunterhalt verdient. Ich (Radek Vegas) würde mich als Halbprofi bezeichnen. Ich habe weder die Zeit noch die Lust dazu mein Leben in einem Casino zu verbringen. Der Hauptgrund dafür ist eine Familie, der ich nicht so ein Leben zu muten will.

Als Angestellter oder Unternehmer hat man seine Arbeit und meistens läuft alles in geregelten Bahnen. Ist man hingegen vom Kartenglück abhängig gibt es Tage, Wochen oder Monate in denen das Glück fehlt und damit auch das Geld. Das kann zu einer sehr großen Belastung werden. Und selbst, wenn es noch so gut läuft ist es immer noch kein ehrenwerter Beruf, auf den deine Tochter stolz sein könnte, wenn es im Kindergarten oder in der Schule darum geht: „Was macht denn dein Papa? Meiner ist bei Siemens.“ Wäre schon ungewöhnlich, wenn sie antwortet: „Meiner arbeitet im Casino und spielt Karten.“ Was natürlich nicht heißt, dass ich bei diversen Casino-Trips mehr oder weniger professionell spiele.

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Als Blackjack-Profi mit Kartenzählen Geld verdienen

Geld verdienen mit Blackjack und Sportwetten

Die Glücksspielwelt bietet nicht viele Möglichkeiten, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, aber es gibt ein paar verschiedene Möglichkeiten, bei denen man schöne Gewinne erzielen kann. Ich gehe hier auf meine Spezialgebiete Blackjack (Kartenzählen) und Sportwetten ein.

Casinos tun alles in ihrer Macht stehende, um erfolgreichen Kartenzählern das Leben schwer zu machen. Dazu gehört der Einsatz von Mischmaschinen, Multi-Deck-Spielen und das Beobachten des Setzverhaltens.

Wer beim Kartenzählen erwischt wird, wird oft aus dem Casino geworfen und erhält Spielverbot. Deshalb ist es so wichtig, dass die Kartenzähler nicht zu auffällig spielen.

Jede Form von Glücksspiel hat ihre Vor-und Nachteile, aber die Gemeinsamkeit ist, dass jede dieser Aktivitäten eine Chance bietet, es als Lebensunterhalt zu machen.

Verdienst eines Blackjack-Profis

Einige Zocker haben sich eine gutes Leben durch das Kartenzählen erspielt seit es in den 1960ern aufkam.

Die Vorteile sind gering und man muss sehr genau spielen. Deswegen braucht man eine große Bankroll, um die Einsätze richtig zu verteilen und die Varianz (Pechsträhne) zu überleben. Das bloße Minimum, das man für ein bescheidenes Leben anstreben sollte, sind 20.000 Euro im Jahr. Es ist natürlich besser, näher an 50.000 heranzukommen. Jeder hat aber natürlich seine persönliche Vorstellung mit welchem „Gehalt“ er zufrieden wäre.

Mit Blackjack Geld verdienenWie viel Sie verdienen, hängt von mehreren Faktoren ab, einschließlich der folgenden:

  • Skill-Level: Erfolgreiche Zähler haben langfristig eine Vorteil zwischen 0,5% und 1,5% gegenüber dem Casino
  • Hände pro Stunde: 50 bis 200 je nach Geschwindigkeit des Dealers und Anzahl der Mitspieler
  • Einsatz-Streuung: Differenz zwischen dem niedrigsten und höchsten Einsatz
  • Deckpenetration: Wie viele Karten eines Stapels ausgeteilt werden bevor gemischt wird
  • Zählsystem: Einige Systeme sind genauer als andere
  • Spielregeln: auch hier unterscheiden sich die Casinos um einige Promill-Punkte, die viel ausmachen
  • Trinkgeld: Sollte man nicht geben

Beispiel eines durchschnittlichen Blackjack-Profis

Wer die Blackjack Strategie perfekt beherrscht kann den Hausvorteil des Casinos auf ca. 0.5 % drücken. Als guter Blackjack-Spieler kann man mit der perfekten Strategie, einem Kartenzähl-System und den richtigen Spielzügen (Abweichungen) bei hohem Count einen durchschnittlichen Vorteil von 1% gegenüber dem Casino erreichen. Dieser basiert auf den angebotenen Regeln des Casinos und dem eigenen Kenntnisstand. Solche Szenarien sind z.B. in einem Casino in Las Vegas Downtown oder noch weiter weg vom Strip mit zwei oder sechs Kartendecks möglich:

  • Ein normaler Dealer gibt an einem wenig besetzten Tisch 100 Runden pro Stunde aus.
  • Der Mindesteinsatz beträgt 25 Dollar und Sie können bis zu 200 Dollar bei einem extrem positivem Count setzen.
  • Sie erhalten eine Deckpenetration von 70%, bevor die Karten neu gemischt werden.
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Hier ist, wie dieses Beispiel in Bezug auf die Gewinne spielen würde:

Der durchschnittlichee Einsatz ist $50 wert ($25 Minimum; Spread bis zu $200)
50 $ durchschnittlicher Einsatz x 100 Hände = 5.000 $ pro Stunde
5.000 x 0,01 Vorteil = $50 Gewinn pro Stunde

Blackjack Spieler Verlust

Einige Kartenzähler machen $100 oder mehr pro Stunde, indem sie ihren Hausvorteil bis auf 1,5% verbessern und/oder ihre Einsätze erhöhen, aber viele Spieler sind mit einem Stundensatz von $50 zufrieden.

Natürlich wird man mal Sessions haben, bei denen man viel verlieren wird. Dann wird es wieder Stunden geben, bei denen läuft es wesentlich besser als im Durchschnitt.

Bei 100 gespielten Händen ist es realistisch, dass man 60 verliert. und demnach 3000 Euro verliert, während man nur 40 x 50 gewinnt = 2000 Euro. Das wäre ein Verlust von 20 Einheiten. Das ist schon sehr viel, aber das kommt mit Sicherheit mal vor. Ein Stundenlohn von -1000 Euro ist nicht besonders erstrebenswert.

Hohe Verluste muss man nervlich, aber auch finanziell aushalten können.

Eine Bankroll des 100-fachen Maximal-Einsatzes sollte also mindestens vorhanden sein, wenn man sich auf dieses Abenteuer einlassen will. Wer mit 25 Dollar Einsätzen spielt und bis zu 200 Euro risikiert, sollte sich 20.000 Euro als Kapital besorgen um nicht bei der ersten Pechsträhne von der Brücke zu springen.

Der letzte Schritt besteht darin, herauszufinden, wie viele Stunden Sie spielen müssen um diesen Betrag in ein Jahresgehalt umzuwandeln. Hier sind ein paar verschiedene Zahlen darüber, wie viel Sie pro Jahr verdienen würden:

  • $50 x 40 Stunden pro Woche x 52 Wochen = 104.000 pro Jahr
  • $50 x 30 Stunden pro Woche x 52 Wochen = 78.000 pro Jahr
  • $50 x 20 Stunden pro Woche x 52 Wochen = 52.000 pro Jahr
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In diesem Bereich kann man also schon als „halbtags“-Kraft viel erreichen.

Wer jetzt nur mit 10 Dollar Einsätzen spielt und maximal 80 Euro setzt wird mit durchschnittlich 20 Euro pro Stunde auch noch einen guten Schnitt machen. Das Verlust-Risiko ist zudem exorbitant geringer. Wer es mit dem Blackjack ernst meint, sollte also erstmal einen soliden „Halbtags-Job“ anstreben:

  • $20 x 40 Stunden pro Woche x 52 Wochen = 41.600 pro Jahr
  • $20 x 30 Stunden pro Woche x 52 Wochen = 31.200 pro Jahr
  • $20 x 20 Stunden pro Woche x 52 Wochen = 20.800 pro Jahr

Für Leute, die in der Nähe es Casinos wohnen, das gute Blackjack Regeln anbietet ist das also durchaus ein realistisches Ziel. Allerdings würde es dem Casino sehr schnell auffallen, dass da jemand mehrmals die Woche zum „Arbeiten“ kommt und sobald man etwas mehr gewonnen hat, werden sie einen nicht mehr spielen lassen.

Wer will jetzt nicht sofort Blackjack-Profi werden?

Ein Prospieler zu sein hat offensichtliche Vorteile: flexible Arbeitszeiten, man ist sein eigener Chef und man hat die Möglichkeit seine Einsätze und damit sein Einkommen zu erhöhen. Einige Spieler sind sogar mit ihren Fähigkeiten reich geworden. Natürlich können Sie durchaus glücklich sein, mittlere 5-stellige Zahlen zu machen, solange Sie die oben genannten Vorteile genießen können, aber es gibt auch einige Nachteile, die es zu beachten gilt. Dazu gehören Risiken wie Pechsträhnen, keine Sozialversicherung (wie bei Selbständigen) und das große Risiko des Bankrotts. Beim Kartenzählen können die möglichen Verdienste groß sein, aber man muss auch diszipliniert und gut im Umgang mit Risiken sein.

Wer den ersten Schritt zum Blackjack-Profi machen will, kann sich zum kostenlosen Blackjack Coaching anmelden

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