Wie Sie den richtigen Blackjack Tisch im Casino auswählen!

Nachdem Sie bereits wissen, wie Sie Blackjack spielen, ist es wichtig, dass Sie lernen, wie Sie den richtigen Blackjack Tisch im Casino auswählen. Wenn für Sie alle Tische gleich aussehen, müssen Sie noch einiges über Blackjack lernen, denn so werden Sie garantiert nicht viel gewinnen. Ich relativiere: Sie werden in 10 Casinobesuchen in 8 Fällen alles verlieren und ein, zwei Mal ein bißchen was gewinnen, das aber weniger ist als der Gesamtverlust.

Bevor man drauflos zockt, sollte man wissen, wie man den Hausvorteil des Casinos an Hand der Blackjack Regeln abschätzt. Denn die Regeln unterscheiden sich von Casino zu Casino und in großen Casinos sogar von Tisch zu Tisch. Je nachdem, welche Regeln erlaubt sind hat man als Spieler einen mehr oder weniger großen Nachteil. Durch unterschiedliche steigen und fallen die Gewinnchancen drastisch. Bei manchen Tischen sind die Regeln so schlecht, dass man auch gleich Roulette oder Spielautomaten spielen kann. An anderen Tischen wittern fortgeschrittene Spieler hingegen ein Goldgrube!

Wie man so eine Goldgrube findet erkläre ich in folgenden Abschnitten.

SUCHE NACH DEM BESTEN BLACKJACK-TISCH: WORAUF SIE ACHTEN SOLLTEN

WENN SIE EIN CASINO BETRETEN, SOLLTEN SIE DIE BLACKJACK-TISCHE AUSKUNDSCHAFTEN, UM FESTZUSTELLEN:

  • LIMITS: Wie hoch sind die Mindest- und Höchsteinsätze am Tisch?
  • DECKS: Mit wie vielen Decks wird gespielt?
  • PENETRATION: Wieviele Karten davon werden ausgeteilt bevor wieder gemischt wird?
  • REGELN: Nach welchen Regeln wird gespielt?
  • SPIELER: Wie viele Spieler sitzen am Tisch?
  • DEALER: Welchen Eindruck macht der Dealer?

EINSATZ: MINIMUM und MAXIMUM LIMIT

Die Einsatzlimits werden Ihre Spielstrategien nicht verändern. Der Grund, warum Sie die Einsatzlimits überprüfen sollten, bevor Sie Geld in Chips tauschen und Ihren ersten Einsatz abschließen, ist, die peinliche Situation zu vermeiden, dass Sie nicht mindestens das Tischminimum setzen.

Ich habe dieses Szenario im Laufe meiner Spielkarriere oft gesehen. Ein Spieler setzt sich hin, legt ein Bündel Scheine auf den Tisch und fragt den Dealer nach Chips. Das Spiel wird gestoppt und der Dealer händigt im Gegenzug für das Bargeld die Chips aus.

Manchmal muss der Dealer warten, bis er die Zustimmung des Floor-Supervisors erhält. Wer also auf kleiner Flamme spielt oder Anfänger ist, sollte schauen, dass er einen Tisch findet, bei dem der Mindesteinsatz 5 oder 10 Euro (oder Dollar) beträgt. Denn in vielen hochwertigeren Casinos beginnen die Einsätze erst bei 25 Dollar wie z.B. in allen großen Casinos am Las Vegas Strip. Beziehungsweise sollte man die Tische mit niedrigeren Einsätzen am Strip meiden, weil es Abzocker-Tisch für Touristen sind. Aber das lernen Sie noch in diesem Artikel.

WIE VIELE DECKS?

Blackjack-Spiel mit 6 Kartendecks

Die Anzahl der Kartendeck wirkt sich auf den Hausvorteil aus. Zumindest, wenn man nach der perfekten Blackjack Strategie spielt. Alle anderen machen sowieso zuviele Fehler, als dass es eine großartige Rolle spielen würde, ob man jetzt 2% oder 2,2 % Nachteil hat. Durch die Entscheidungen der Blackjack Strategie Tabelle senkt man allerdings den Vorteil des Casinos auf gerade mal 0,5%. Dann machen 0,2% verhältnismäßig schon viel mehr aus.

Im Allgemeinen nimmt der Hausvorteil mit der Anzahl der Decks zu.

Aber man muss auch die Zusammensetzung der Spielregeln berücksichtigen.

Es darum zu wissen, ob es sich um ein Single-Deck (52 Karten, ein Doubledeck (104 Karten), ein 6-Deck-Spiel (312 Karten) oder sogar ein 8-Deck-Spiel mit 416 handelt.

Manchmal wird auf einem Schild zur Rechten des Dealers angegeben, um welches Spiel es sich handelt. Allerdings nicht immer.

Normalerweise werden die Karten in einem Multi-Deck-Spiel von einem Dealing-Schuh (Kartenschlitten) ausgeteilt. Mit ein wenig Erfahrung können Sie mit einem Blick feststellen, ob zwei, vier, sechs oder acht Decks verwendet werden. Dazu schaut man einfach wie viele Karten im Kartenschlitten und dem Ablagebehälter liegen. Wenn Sie sich jedoch nicht sicher sind, fragen Sie einfach den Dealer.

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SPIELREGELN

Die Kombination verschiedener Spielregeln bestimmt zusammen mit der Anzahl der Kartendecks den Hausvorteil des Casinos.

Die entscheidende Regel dabei ist das Auszahlungsverhältnis beim Blackjack, das meistens groß auf dem Tisch aufgedruckt ist. Hier steht z.B. „Blackjack pays 3:2“ – was der Standard sein sollte. Alles andere ist meistens schlechter und sollte gemieden werden.

Teilen Sie die beiden Zahlen und wenn es weniger als 1,5 ist sollte man nicht spielen. Beispiele:

  • Blackjack pays 3:2 = 1,5 (gut!)
  • Blackjack pays 6:5 = 1,2 (schlecht!)
  • Blackjack pays 2:1 = 2,0 (WELTKLASSE – Aber es gibt bestimmt einen Haken!)

Dealer-Zieh-Regeln

Eine weitere Regel, die großen Einfluss auf den Hausvorteil bzw. die Gewinnchancen hat ist die Dealer-Zieh-Regel. Auch diese steht normal auf dem Tisch. Entweder dort steht folgendes wortwörtlich oder in einer etwas anderen Ausdrucksweise:

  • „Dealer must stand on any 17“ (gut!)
  • „Dealer must hit soft 17“ (nicht so gut – aber oft hat man keine Alternative)

Dabei handelt es sich um eine Regel, die festlegt, wie der Dealer mit einem Ass umgeht. Bei der ersten Regel, die zum Vorteil des Spielers ist bleibt der Dealer mit jeder 17 stehen. Das heißt auch mit einer sogenannten Soft17, die ein Ass enthält wie z.B. Ass + 6. Dabei zählt das Ass also als 11. Diese Zählweise gilt dann aber nur bei der 17. Bei allen anderen Kartenkombinationen ist das Ass immer soviel wert, wie der Dealer braucht um eine Summe zwischen 18 und 21 zu bekommen.

  • Mit Ass + 7 hätte der Dealer also eine Soft18 und muss keine Karte mehr nehmen, weil er über 17 ist.
  • Mit Ass + 6 hat der Dealer eine Soft17 und muss noch eine Karte nehmen, wenn es sich um die Regel (Dealer must Hit soft 17) handelt.

Kompliziert? Ja, ein wenig. Wenn Sie nicht alles verstanden haben, stellen Sie mir konkrete Fragen mit Beispielen, dann versuche ich das in einem Video so gut wie möglich zu erklären.

Wann darf man verdoppeln?

Eine weitere Regelvariante, die über Gewinn und Verlust entscheiden kann ist die Möglichkeit des Verdoppelns. Wann man verdoppeln darf ist ebenfalls unterschiedlich. In den meisten Casinos darf man mit 9, 10 und 11 verdoppeln und sollte das in den meisten Fällen auch machen. Wann genau erfährt man in der Blackjack Strategie Tabelle.

An einem guten Blackjack Tisch darf man außerdem noch Soft-Hands verdoppeln. Eine Softhand ist eine Starthand bestehend aus zwei Karten, von denen eine Karte ein Ass ist. Da das Ass als 1 oder 11 gezählt werden kann, besteht durch das Ziehen einer dritten Karte keine Gefahr, dass man sich überkauft und verliert. So bieten Soft-Hands gute Gewinnchancen. Wenn man in diesen guten Situationen auch noch den Einsatz verdoppeln darf ist das natürlich – im wahrsten Sinne des Worte – doppelt gut! Allerdings ist das Verdoppeln von Soft-Händen nicht in allen Casinos erlaubt. So verbietet das z.B. das Holland Casino in Amsterdam, während es in tschechischen Casinos erlaubt ist.

Surrender

Eine Option, die viele Blackjack-Anfänger nicht mal kennen ist „Surrender“. Und viele, die wissen, dass es eine Möglichkeit namens Surrender kennen, nutzen sie nicht. Und andere wiederum machen es falsch. Dabei bietet Surrender in schwierigen Situationen einen einfachen Ausweg: Man bekommt die Hälfte seines Einsatzes zurück. Das scheint jetzt nicht so ein super-Angebot zu sein. Doch, wenn man eine Hand statistisch gesehen zu mehr als 50% verliert, ist das ein sehr gutes Angebot!

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Man sollte Surrender allerdings nur in wirklich (fast) ausweglosen Situationen anwenden und das sind folgende:

Surrender mit 15 oder 16 gegen eine 10 oder ein Ass des Dealers

WIE DIE KARTEN GEMISCHT WERDEN

Wenn es sich um ein Single- oder Double-Deck-Spiel handelt, wird der Dealer normalerweise die Karten mischen und es gibt hier kein Problem. Bei einem Multi-Deck-Spiel werden die Dealer die Decks entweder ebenfalls manuell mischen (was zeitaufwendig ist) oder elegant von einer Mischmaschine erledigen lassen.

Die sogenannte Continuous Shuffling Machine (oder CSM) mischt die Karten fortlaufend. Der Zweck der Verwendung von automatischen Mischmaschinen ist es, die verschwendete Zeit zu eliminieren, die mit dem manuellen Mischen der Karten durch den Dealer verbunden ist. Aus der Sicht des Casinos ist jede Sekunden, in der kein Geld gesetzt wird ein Verlust.

Muss der Dealer manuell mehrere Kartendecks mischen, sinkt die Anzahl der ausgeteilten Blätter pro Stunde im Vergleich zu den Karten, die von einem automatischen Mischer gemischt werden. Demnach sinkt auch Umsatz des Casinos und, da die meisten Spieler Verlust machen, auch der Gewinn. Verständlich, dass ein Unternehmen möglich viel Geld verdienen will und deswegen die Mischzeiten eliminiert.

Einen weiteren, gravierenden Nachteil haben die Mischmaschinen für fortgeschrittene Blackjack-Spieler und Kartenzähler. In einem normalen Blackjack-Spiel ohne Mischmaschinen haben die Karten nach dem Mischen eine festgelegte, unveränderbare Sequenz. Vereinfacht gesagt: wenn eine bestimmte Karte ausgespielt ist, kann sie nicht mehr kommen. So kann man anhand der ausgespielten Karten abschätzen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass bestimmte Kartenwerte kommen.

In einem Kartendeck gibt es 4 Asse, die man zwangsläufig für einen Blackjack braucht (natürliche 21 aus Ass und zehnwertiger Karte). Ist ein Ass ausgespielt sinkt damit auch die Wahrscheinlichkeit auf einen Blackjack. Sind zwei Asse ausgespielt ist die Blackjack-Wahrscheinlichkeit nur noch halb so hoch wie vorher.

SPIELERZAHL

Die Anzahl der Spieler hat keinen direkten Einfluss auf die Gewinnchancen. Allerdings ist die Anzahl der Spieler am Tisch ein Punkt, der über die höhe von Gewinn und Verlust entscheiden kann.

Ist der Hausvorteil hoch, ist es besser, wenn viele Spieler am Tisch sitzen, so dass man weniger Hände spielt und so länger mit seinem Budget auskommt.

Ist der Hausvorteil niedrig oder man ist durch das Kartenzählen sogar im Vorteil, will man soviele Hände wie möglich spielen und im Idealfall keine anderen Mitspieler haben.

Im sogenannten Heads-Up gegen den Dealer bekommt man im Schnitt alle dreißig Sekunden eine neue Hand. Das sind ca. 120 Hände pro Stunde. Setzt man pro Hand 10 Euro setzt man also 1200 Euro um. Bei einem Hausvorteil von 0,5% entspricht der zu erwartende Verlust 6 Euro. Kommt man nur zu 60 Händen wäre der Verlust entsprechend nur 3 Euro.

Das ist jetzt vielleicht beides nicht viel, aber könnte natürlich weniger oder mehr sein je nachdem, wieviele gute Situationen man als Kartenzähler erkennt. Angenommen man hat einen durchschnittlichen Vorteil von 1%, wäre der zu erwartende Gewinn 12 Euro pro Stunde und 18 Euro mehr als der beste Blackjack-Strategiespieler es schaffen kann. Für einen relativ geringen Einsatz ist das schon ein sehr guter Verdienst.

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Setzt man statt 10 Euro im Schnitt 25 Euro pro Hand, hat man bei 100 Händen einen Umsatz von 2500 Euro und als Basic-Strategy-Spieler einen durchschnittlichen Verlust von 12,50 Euro pro Stunde im Gegensatz zu einen zu erwartenden Gewinn von 25 Euro als Kartenzähler. Ab hier beginnt professionelles Blackjack spielen Spaß zu machen und sich zu lohnen.

Allerdings braucht man für einen Gewinn von 25 Euro pro Stunde eine Bankroll von mindestens 2500 Euro und Maximal-Einsätze von 100 bis 200 Euro pro Hand. Dabei gibt es auch ein sehr hohes Risiko, das man in schlechten Phasen (Pechsträhne) viel verliert. Deswegen sollte man sich langsam in diese Bereiche vortasten und eine Bankroll besitzen, die solche Verluste locker kompensieren kann ohne, dass man schlecht schläft oder andere Lebensbereiche davon in Mitleidenschaft gezogen werden.

Als Anfänger will man also Mitspieler.

Das macht Blackjack so unterhaltsam. An Tischen ohne Spieler ist es nicht nur schneller, sondern auch schwieriger etwas zu gewinnen.

GUTE UND SCHLECHTE BLACKJACK-REGELN

Einer der Schlüsselfaktoren, die den Hausvorteil im Blackjack feststellen, sind die Spielregeln. Einige Regeln verringern den Hausvorteil des Casinos, andere erhöhen ihn. Es ist wichtig, dass du die guten von den schlechten Regeln unterscheiden kannst.

Als allgemeine Richtlinie gilt:

gute Regeln bieten dem Spieler mehrere Optionen (z.B. Surrender, Verdoppelung nach dem Teilen von Paaren)

schlechte Regeln schränken die Optionen eines Spielers ein (z.B. kein Verdoppeln von Soft-Händen erlaubt und keine Re-Splits von Paaren)

Gute Regeln

Ist hier eine Liste der meisten guten Richtlinien im Blackjack:

  • Blackjack zahlt 2-1 (sehr selten und wenn, dann hat es einen Haken!)
  • Blackjack pays 3:2
  • Single-Deck oder Double-Deck
  • Surrender
  • Verdoppelung der ersten beiden Karten
  • Verdoppelung von Soft-Händen
  • Verdoppelung nach dem Teilen von Paaren
  • Resplit-Paare
  • Resplit Asse
  • Dealer bleibt bei Soft 17 stehen
  • Der Spieler darf ein Spiel in der Mitte des Spiels betreten.

Schlechte Regeln

Hier ist eine Liste der schlechten Regeln.

  • Blackjack pays 6:5
  • Keine Verdoppelung nach dem Teilen von Paaren
  • Verdoppelung nur mit 9, 10 und 11
  • Keine Verdoppelung bei Soft-Händen
  • Keine Resplitting-Asse
  • Dealer nimmt bei Soft-17 noch eine Karte
  • Kein Surrender
  • Sechs-Decks oder mehr
  • Einstieg nur beim Mischen.
  • Einsatz von Mischmaschinen
  • Cutting Card wird sehr weit vorne im Kartenstapel platziert.

ZUSAMMENFASSUNG

Erkunden Sie die Blackjack-Tische, bevor Sie sich hinsetzen und spielen.

Stellen Sie sicher, dass Sie wissen, wie hoch die Einsatzlimits sind.

Je weniger Decks, desto besser, wenn die Regeln gleichwertig sind.

Spielen Sie nicht an Tischen, an denen eine Mischmaschine verwendet wird.

Spielen Sie NIEMALS an Tischen, die nur ein Blackjack-Payout von 6:5 anbieten!

Spielen Sie als Anfänger nicht an leeren Tischen.

BLACKJACK TEST: FINDEN SIE DEN BESTEN BLACKJACK-TISCH!

  1. Worauf achtet man, wenn man einen guten Blackjack-Tisch finden will?
  2. Woher weiß man, wie hoch die Einsatzlimits auf einem Blackjack-Tisch sind?
  3. Warum ist die Anzahl der Kartendecks wichtig?
  4. Welche anderen Variablen beeinflussen den Hausvorteil?
  5. Welchen Sinn haben Mischmaschinen?
  6. Mit wie vielen Spielern wollen Sie an einem Tisch sein?
  7. Was ist die beste Position am Blackjack-Tisch?
  8. Was ist für den Spieler besser? Blackjack pays 3:2 oder 6:5?
  9. Wie hoch ist der Hausvorteil des Casinos, wenn man sich an die Blackjack Strategie hält?
  10. Wie hoch ist die durchschnittliche Gewinnerwartung eines Kartenzählers an einem guten Blackjack-Tisch, wenn er 100 Hände mit 10 Euro Einsatz spielt?

Antworten als Kommentar oder per Email an radek@blackjack-winner.de / Auflösung auf die Fragen zur Wahl beim Blackjack Tisch folgt…