Das Ass – die wichtigste Karte bei Blackjack

Das Ass ist beim Blackjack die wichtigste Karte. Wie bei vielen anderen Kartenspielen hat das Ass beim Blackjack den Wert 11. Je nach Situation kann es aber auch nur als eins gezählt werden. Damit ist das Ass beim Blackjack sowohl die niedrigste als auch die höchste Karte.

Ass beim Blackjack

Nur mit einem Ass in Kombination mit einer zehnwertigen Karte wie Zehn, Bube, Dame oder König kann man den namensgebenden Blackjack bekommen. Diese natürliche 21 bestehend aus zwei Karten ist die bestmögliche Kartenkombination, die man haben kann, und wird in der englischen Fachsprache als “Natural 21” oder eben als Blackjack bezeichnet. Man gewinnt mit einem Ass und einer zehnwertigen Karte im Verhältnis 3 zu 2. Das bedeutet man bekommt zu seinem Einsatz das 1,5 fache des Einsatzes noch mal als Gewinn hinzu.

Ein amerikanisches Kartendeck beim Blackjack hat 52 Karten. 4 davon sind Asse, das heißt jede 13. Karte ist ein US.

Die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Ass bekommt liegt also bei 7,7%.

Regelvarianten bei verschiedenen Werten für das Ass

Blackjack Regel - Dealer must hit Soft17Neben seiner Funktion für die bestmögliche Kartenkombination hat das Ass noch eine weitere interessante Rolle beim Blackjack.

Denn es gibt beim Blackjack zwei unterschiedliche Regelvarianten.

  1. Dealer stands on any 17
  2. Dealer must Hit soft seventeen.

Welche Variante am jeweiligen Blackjack-Tisch gespielt wird sieht man auf dem halbkreisförmigen Aufdruck auf dem Spielfeld zwischen Dealer und Spielerboxen. (Siehe Bild) Bei Dealers stands on Soft17 muss der Dealer bei einer sogenannten Soft 17 stehen bleiben. Das Ass ist in dieser Regel-Variante für den Dealer immer eine Elf.

Bei der anderen Variante muss der Dealer solange ziehen bis er mindestens eine Hard17 hat. Hier zählt das Ass immer eins. „Dealer must hit Soft17“ ist die gängige Regel in Las Vegas. Besser für den Spieler wäre allerdings, wenn der Dealer auch bei einer 17 mit einem Ass stehen bleiben würde, wie es in den meisten europäischen Casinos der Fall ist.

Diese Unterschiede betreffen jeweils nur das Ziehverhalten des Dealers. Der Spieler hat bei beiden Regelvarianten die Wahl, ob sein Ass als Eins oder Elf gezählt wird. Dabei kommt es darauf an, was vorteilhafter ist. Würde ein Spieler mit einem Ass auf eine Punktzahl über 21 kommen, sich damit also überkaufen, zählt das Ass automatisch als Eins.

Bei Ass-Kombinationen (Soft-Hände) A2 (Soft 13), A3 (Soft 14), A4 (Soft 15) , A5 (Soft 16), A6 und A7 (Soft 18), A8 (Soft 19) und A9 (Soft 20) hat man die Chance seine Softhand noch zu verbessern. Oder mit einer Zehnerkarte zumindest die gleiche Punktzahl zu behalten. Hier sollte man bei bestimmten Ass-Kombinationen gegen eine schlechte Dealer-karte seinen Einsatz verdoppeln.

Rule of Nine beim Verdoppeln mit Ass

Anfänger erkennen mit der Faustregel namens “Rule of Nine“ (Neunerregel), wann man verdoppeln sollte. Die Karte neben dem Ass nennt man wie beim Pokern “Kicker”. Wenn der Kicker zusammen mit der Karte des Dealers mindestens 9 ergibt sollte man verdoppeln. Allerdings nur Ass-Kombinationen außer A2 (zu schwach) und A8, A9 (zu stark).

zwei Asse splitten

Bekommt man sogar zwei Asse, hat man 2 oder 12. Hier kann man also seine Hand ohne Risiko mit einer weiteren Karte verbessern. Allerdings sollte man diese relativ schlechte Starthand in zwei gute Starthände mit dem Wert 11 aufteilen (splitten). Man bringt einen zweiten Einsatz in der Höhe des ursprünglichen Einsatzes und bekommt für jedes Ass eine weitere Karte hinzu. Während man beim Splitten aller anderen Paare nach dem Splitten in den meisten Casinos noch die Wahl hat eine dritte oder vierte Karte zu nehmen, bekommt man beim Splitten von zwei Assen nur noch jeweils eine Karte.

Ein Ass in Kombination mit einer zehnwertigen Karte gilt nach dem Splitten nicht mehr als Blackjack, sondern nur als 21. Man bekommt im Erfolgsfall dafür also den Gewinn nur 1:1 statt 3:2 ausgezahlt.

Bekommt man nach dem Splitten von zwei Assen ein oder sogar zwei weitere Asse gibt es in manchen Casinos die Option, dass man diese Asse erneut teilt. Wie bei allen anderen Paaren kann man dann bis zu vier Hände mit einem Ass spielen. Muss dafür aber natürlich die entsprechenden Zusatz-Einsätze bringen. Setzt man zum Beispiel am Anfang 10 Euro und bekommt zwei Asse, muss man beim Teilen weitere 10 Euro setzen. Bekommt man nochmal zwei Asse, steigt der Gesamteinsatz schon auf 40 Euro.

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