Bankroll Management – Wieviel Geld man zum Blackjack spielen braucht

Damit man erfolgreich Blackjack spielen kann, braucht man erst einmal Geld, das man investieren kann. Man sollte sich also eine Bankroll anlegen und sich mit einem entsprechenden Bankroll Management das Risiko des komplett Verlusts minimieren. Das Geld sollte man nicht zum täglichen Leben brauchen, sondern nur zum Blackjack spielen verwenden.

Realistisch Einordnung von Gewinnchancen beim Kartenzählen

Ich wurde von einem Youtube-Kommentator verspottet, dass ich keine kurze Online-Blackjack-Sitzung gewonnen habe, in der ich versuchte, das Kartenzählen zu erklären. Er lachte mich aus, weil ich nicht gewonnen habe und schrieb weiter, dass das kein Kartenzählen sein könnte, wenn ich nicht gewinne.

Nur weil man zählt, heißt das nicht, dass man immer gewinnt. Weit gefehlt! So funktioniert das Kartenzählen nicht, auch wenn Filme wie „The Hangover“ dazu geführt haben, dass viele Leute nicht verstehen, was es wirklich braucht, um das Spiel zu schlagen.

Empfehlungen für das Bankroll Management

Viele professionelle Kartenzähler sagen:

„Ich würde mir nicht die Mühe machen, mit weniger als 20.000 Dollar in das Kartenzählen einzusteigen“

Auch, wenn ein Anfangseinsatz von 20.000 Dollar großartig wäre, ist das für viele Menschen utopisch. Um aus weniger etwas zu machen müssen Sie… geduldig und aggressiv gleichermaßen sein und ein perfektes Spiel haben. Sie müssen bereit sein, ein wenig mehr Risiko einzugehen. No Risk, No Gain.

Ich habe mit einer Bankroll von ca. 1000 Dollar angefangen, wenn man das überhaupt sagen kann. Ich bin lange Zeit immer mit einem gewissen Betrag ins Casino gegangen, den ich verlieren hätte können. Da ich das selten tat sammelte sich ein Gewinn an.

Habe ich mit einem perfekten Spiel angefangen? Das bezweifele ich. Aber ich habe über die Jahre viele Erfahrungen gemacht, alle Bücher gelesen und viel geübt.

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Als ich anfing mich an ein striktes Bankroll Management zu halten, teilte ich meine gesamte Bankroll in 1000 Einheiten. Davon riskierte ich in jeder Session maximal 100 Einheiten, so dass ich theoretisch 10 Sessions in Folge komplett verlieren hätte müssen um alles zu verlieren.

Verlustrisiko im Bezug auf die Anzahl der Einheiten

„Wie viele Einheiten brauche ich, um nicht pleite zu gehen?“

Bei einem perfekten BLACKJACK SPIEL, Standardregeln und einem Spread von 1-12 Einheiten (bessere Regeln hätten ein geringeres Risiko, schlechtere Regeln natürlich ein höheres):

200 Einheiten: 40 % Ruinrisiko

Das heißt, dass 4/10 Kartenzähler, die so spielen, sich von ihrer Bankroll verabschieden werden. Die anderen 6/10-Kartenzähler werden eine positive Abweichung aufweisen und niemals zurückblicken. Ich würde nicht empfehlen, lange mit diesem Risiko zu spielen. Aber wenn Sie sich entscheiden, können Sie mit diesen Gewinnchancen umgehen und keine andere Möglichkeit haben, dann können die Karten zu Ihren Gunsten fallen.

500 Einheiten: 10% Ruinrisiko

Noch immer ein hohes Risiko, wenn man es langfristig betrachtet, aber 9/10 Kartenzähler machen Gewinn, wenn sie mit 500 Einheiten angefangen haben. Natürlich sollte man die Größe der Einheit immer anpassen, wenn die Bankroll wächst – oder schrumpft.

1000 Einheiten: 1 % Ruinrisiko

Wenn man viel Geld risikiert, sollte man entsprechend viele Einheiten unterteilen. Mit 1.000 Dollar hatte ich wenig zu verlieren und kann auch nicht mit 1 Dollar Einsätzen spielen. Also sollte man solange am 5 Dollar Mindesteinsatz spielen, bis man sich auf 10.000 Dollar hochgearbeitet hat.

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Wenn man irgendwann mit 100 Dollar pro Hand spielt, will man nicht unnötig durch zuviel Risiko einen Totalverlust risikieren.

Wie viel Geld können Sie verdienen?

Die folgenden Angaben basieren alle auf 100% PERFEKTER BLACKJACK-STRATEGIE inkl. Abweichungen durch Kartenzählen sowie Standardregeln und mit einem Einsatz-Spread von 1-12 Einheiten.

Schlechtere Regeln, mehr Decks, schlechtere Deckpenetration schaden der Gewinnchance und erhöhen das Risiko. Bessere Regeln, weniger Decks oder eine bessere Durchdringung erhöhen die Gewinnerwartung und senken das Risiko.

 

Bankroll-Management für Gelegenheits-Zocker

Tages-Bankroll oder Trip-Bankroll anlegen

Wer nur gelegentlich Blackjack spielen will, kann sich auch eine Tages-Bankroll oder eine Trip-Bankroll für einen mehrtägigen Zocker-Ausflug zulegen. Das heißt, man setzt sich bei einer Tages-Bankroll ein Limit, wie viel man maximal an einem Tag verlieren darf, wenn es nicht läuft. Die Trip-Bankroll sollte entsprechend ein Vielfaches einer Tages Bankroll sein.

Um nicht schneller bankrott zu gehen, als einem lieb ist, sollte man das 50 bis 100-fache des Mindesteinsatzes als Tages-Bankroll einplanen.

Wenn man zum Beispiel in 6 Monaten einen Vegas-Trip plant, kann man jeden Monat ca 100 € für Blackjack zur Seite legen und sich so eine Bankroll an sparen. Man sollte immer im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten spielen. Schüler, Auszubildende und Studenten haben wahrscheinlich weniger Geld im Monat zum Blackjack spielen zur Verfügung, als Berufstätige oder Selbstständige.

Ich habe während meines Studiums mit dem Blackjack spielen begonnen. Damals war mein Tageslimit bei 100€ und meine Trip-Bankroll bei 300- 500€. Mit der Zeit kam die Erfahrung und damit auch der Erfolg beim Blackjack sowie bessere finanzielle Möglichkeiten durch die Arbeit. Heute beträgt mein Tageslimit 500 € und meine Trip Bankroll 1500 €.

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Große Bankroll für das Karten zählen

Wer Blackjack professionell betreibt, braucht eine noch größere Bankroll. Vor allem wenn man Karten zählen will, muss man seine Einsätze variieren und in guten Situationen das vierfache oder sogar achtfache seines Standardeinsatzes riskieren. Selbst bei einem Mindesteinsatzeinsatz von 10 $ wären das dann 40 bis 80 $ in einer Hand. Um Verluste dieser wichtigen Hände kompensieren zu können braucht man eine große Bankroll. In manchen Casinos beginnen die Mindesteinsätze sogar erst bei 25 $. Vor allem am Las Vegas Strip findet man kaum Tische mit guten Blackjack Regeln auf niedrigeren Limits. Um an Tischen mit hohem Mindesteinsatz erfolgreich spielen zu können sollte man schon das 50- bis 100-fache einplanen was bei einem Mindesteinsatz von 25 $ einer Bankroll von 1250 $ bzw 2500 $ entspricht.

Gewinne von mehreren 100 € aber auch Verluste im gleichen Größenbereich sind dann an der Tagesordnung. Man sollte es also gewohnt sein mit so großen Summen zu hantieren. Ich würde jedem empfehlen auf so niedrigen Limits wie möglich anzufangen, egal wie viel Geld man zur Verfügung hat. Als Anfänger zahlt man in der Regel erst einmal Lehrgeld. Das heißt die ersten Male ist man von der Casino-Atmosphäre und der Geschwindigkeit an einem Blackjack Tisch total überfordert und bekommt einen regelrechten Adrenalinkick. Unter diesen Umständen fällt es sehr schwer die Kontrolle zu bewahren und alle Entscheidungen korrekt zu treffen. Mit niedrigen Einsätzen schützt man sich vor hohen Verlusten in der Anfangsphase, die einem somit schnell das Genick brechen würden.