BLACKJACK VERSICHERUNG – Einfache Erklärung, wann es sinnvoll ist

So gut wie jede oberflächliche Blackjack-Webseite rät dir keine Blackjack-Versicherung abzuschließen! Ich zeige dir in einer einfachen Rechnung, wann es sinnvoll ist auf die Auszahlung von 2:1 zu setzen und wann nicht. #Blackjack #Versicherung #Erklärung #Auszahlung#sinnvoll?

Erklärung: Was ist eine Blackjack-Versicherung?

Wenn der Dealer ein Ass als Up-Card hat, fragt er die Spieler, ob diese eine Blackjack-Versicherung kaufen wollen. Damit kannst du dich gegen einen Blackjack des Dealers versichern. Konkret:

Du verlierst mit einer Versicherung nichts, wenn der Dealer einen Blackjack hat.

Wie ist die Auszahlung bei einer Versicherung?

Die Auszahlung für eine erfolgreiche Blackjack-Versicherung beträgt 2 : 1. Das steht auch meistens ganz dick auf dem Blackjack-Tisch mit “Insurance pays 2:1”. Das bedeutet für jeden Versicherungseinsatz bekommst du das doppelte als Gewinn zurück! Nicht schlecht! Oder doch? Bei der Insurance handelt es sich eigentlich um eine Sidebet (Nebenwette). Du wettest darauf, dass der Dealer einen Blackjack hat. Also immer, wenn du eine Versicherung abschließt und der Dealer einen Blackjack hat, bekommst du für deinen Versicherungseinsatz einen doppelten Gewinn ausgezahlt. Dabei muss man einen halben Einsatz zusätzlich bringen und rettet so seinen ursprünglichen Einsatz, falls der Dealer eine zehnwertige Karte bekommt. Der Versicherungseinsatz darf aber nur maximal die Hälfte des ursprünglichen Einsatzes betragen.

Ist eine Blackjack-Versicherung sinnvoll?

Ich werde hier mal in einfachen Schritten durchrechnen, ob eine Blackjack-Versicherung sinnvoll ist.

Gehen wir von 100 Händen aus, in denen der Dealer ein Ass als Up-Card hat. In diesen Fällen fragt der Dealer, ob du eine Blackjack-Versicherung abschließen willst. Wenn du diese Versicherung abschließt, muss du jedes Mal zu deinem ursprünglichen Einsatz noch mal die Hälfte als Versicherungseinsatz bringen. Du setzt jedes Mal 10 Euro als normalen Einsatz.

WENN DU IMMER EINE VERSICHERUNG NIMMST…

… musst du in allen 100 Händen, in denen der Dealer ein Ass hat, einen zusätzlichen Versicherungseinsatz von 5 Euro bringen.

  • Also 100 x 10 Euro fĂĽr den Normaleinsatz = 1000 Euro
  • + 100 x 5 Euro Versicherungseinsatz = 500 Euro
  • Macht einen Gesamt-Einsatz von 1500 Euro.
Der Dealer hat mit einem Ass als Up-Card in 30 % der Fälle einen Blackjack.

Für einen Blackjack braucht er zusätzlich zu seinem Ass eine 10, einen Buben (Jack), eine Dame (Queen) oder einen König (King). Das sind 4 von insgesamt 13 Karten werden, die ihm einen Blackjack bescheren. 4/13 ist exakt 30,769 %. Der Einfachheit halber runden wir das auf 30 %. In 30 der 100 Versicherungsfälle hat der Dealer also einen Blackjack.

Das heißt, du bekommst deine Versicherung im Verhältnis 2:1 ausbezahlt. Für die 5 Euro Einsatz bekommst du 15 Euro zurück. Also 10 Euro Gewinn pro Hand.

Das macht bei 30 Händen 300 Euro Gewinn.

Allerdings verlierst du in diesen 30 Händen auch deinen ursprünglichen Einsatz von 30 Euro.

30 x 10 Euro sind wieder 300 Euro.

Du kommst in diesen 30 Versicherungs-Fällen, bei denen der Dealer einen Blackjack hat auf 0 raus.

Was ist mit den anderen 70 Händen?

In diesen Händen hat der Dealer keinen Blackjack.

Du kannst diese Hand also normal spielen und gewinnen oder verlieren.

Angenommen du spielst perfekt nach Basic Strategy hast du einen Nachteil von 1 %.

Das heißt, du gewinnst von den 70 Händen 34 und verlierst 36.

  • 36 Mal verlierst du 10 Euro. Macht -360 Euro.
  • 34 Mal gewinnst du 10 Euro. Macht +340 Euro.
  • Das macht eine Differenz von -20 Euro.

Wenn du jedes Mal zusätzlich eine Versicherung abgeschlossen hast, verlierst du zusätzlich 70 x 5 Euro.

Das sind -350 Euro!

Die Beträge aus dem normalen Einsatz und dem zusätzlichen Versicherungseinsatz betragen also -370 Euro nach 100 Händen!

Mal mehr, mal weniger. Aber auf lange Sicht ist das dein zu erwartender Wert (expected Value).

WENN DU DICH NIE VERSICHERN WÜRDEST…

… setzt du in jeder der 100 Hände 10 Euro. In 30% der Fälle verlierst du die 10 Euro, weil der Dealer einen Blackjack hat. Das macht insgesamt -300 Euro. In 70% der Fälle kannst du gewinnen oder verlieren bei einer Gewinnchance von ca. 49%. Du gewinnst also die bereits genannten 34 Hände mit 10 Euro (also 340 Euro) Und verlierst 36 Hände mit 10 Euro (also -360 Euro). Bleibt unter dem Strich ein Verlust von -320 Euro, wenn du keine Versicherung abschließt. Du verlierst auf 100 Hände rund 50 Euro MEHR, wenn du eine Blackjackj-Verischerung akzeptierst. Das sind rund 15% mehr Verlust mit einer Verischerung.

Fazit: Für Anfänger ist es besser keine Versicherung abzuschließen.

Soweit waren wir aber schon. Warum ist es dann dennoch in manchen Situationen sinnvoll DOCH eine Versicherung zu kaufen?!

Versicherung abschließen als Kartenzähler!

Anders sieht es mit der Blackjack-Versicherung aus, wenn du ein Kartenzähler bist. Dann weißt du, wann die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass zehnwertige Karten gezogen werden. Ist die Wahrscheinlichkeit auf eine zehnwertige Karte nicht 30%, sondern vielleicht sogar 40 % oder noch mehr, ändern sich die Gewinnchancen.

Wenn du Kartenzählen kannst, dann ermittelst du mit einem Zählsystem wie dem HiLo-Count den sogenannten Running Count. Diesen teilst du durch die Anzahl der restlichen Kartendecks und erhältst den True Count. Denn dann ist die Chance entsprechend erhöht, dass eine zehnwertige Karte kommt. Der Dealer wird bei einem hohen True Count also öfter einen Blackjack haben. Angenommen der Dealer gewinnt 40% der Hände. Dann verlierst du 40 Mal ohne Versicherung. Also 40 x 10 Euro = 400 Euro. In 60 Fällen gewinnst du 29 mal und verlierst 31 Mal. Also 29 x 10 Euro = 290 Euro Gewinn. Und 31 x 10 Euro = 310 Euro Verlust. Wieder -20 Euro Unterschied. Hier würdest du also insgesamt 420 Euro Verlust machen, wenn du dich nicht gegen einen Blackjack des Dealers versichern würdest. Im Vergleich dazu, wie bereits erwähnt die Situation ohne Versicherung. Bei ausgeglichenen Chancen verlierst du “nur” 320 Euro, wenn der Dealer einen Blackjack hat. Bei hohen Counts verlierst du 420 Euro (und damit 100 Euro mehr). Fazit:

Wenn der True Count mindestens +3 beträgt, sollte man eine Blackjack-Versicherung abschließen!
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Wann ist eine Blackjack-Versicherung sinnvoll? Einfache Erklärung!
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Ist eine Blackjack-Versicherung sinnvoll oder Geldverschwendung? 🤔 In dieser einfachen Erklärung zeige ich dir, wann du eine Versicherung abschließen solltest!
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