Bist du ein schlechter Blackjack Spieler?

Ich spiele schon seit 7 Jahren Blackjack in Casinos. Ich habe in Deutschland, Österreich, Tschechien, Holland, Malta, Spanien, Portugal, Vegas, Curacao, Aruba, Bahamas und sogar in Argentineien gespielt. Ich habe dabei eine Menge Blackjack-Spieler gesehen. Die Guten haben eines gemeinsam: Sie wissen, wie sie ihre Hand spielen und wann sie ihre Einsätze erhöhen können. Auf der anderen Seite trifft man auf jede Menge Gambler, die Blackjack spielen, als wäre es ein Spielautomat, bei dem man machen kann, was man will und man doch nur vom Glück abhängig ist.

So verhalten sich schlechte Blackjack Spieler

Spielen nicht nach der optimalen Blackjack Strategie

optimale Blackjack Strategie TabelleMan müsste meinen, dass im 21. Jahrhundert alle Blackjack-Spieler wissen würden, dass sie beim Blackjack spielen und die grundlegende Blackjack Basisstrategie korrekt anwenden sollten. Das ist kein Geheimnis. Sie ist über all im Internet kostenlos verfügbar. Es gibt haufenweise Bücher darüber und man darf diese kleine Karte mit der perfekten Spielweise sogar in vielen Casinos mit an den Tisch nehmen! Warum erlauben die Casinos das? Weil sie sowieso einen Vorteil haben und jeder, der eine Karte vor sich hat garantiert kein Profi ist. Wenn man aber an einem Blackjack Tisch sitzt, trifft man maximal 20% der Spieler, die wirklich perfekt nach Basic Strategy spielen. Und das auch nur in den USA. In anderen Ländern geht es vogelwild zu, weil Blackjack dort nicht seit hundert Jahren gespielt wird.

Sogar viele Spieler, die regelmäßig Blackjack spielen kennen die Blackjack Strategie nicht komplett. Es ist einfach nicht gut genug, wenn man nur die halbe Strategie beherrscht und den Rest nur rät. Oder noch schlimmer: vom mathematisch korrekten Spiel abweicht, weil man ein „Gefühl“ bekommt, ein alternatives Spiel könnte in einer bestimmten Situation besser sein. Diese Menschen, die ihr Gefühl über nachweisliche, mathematische Fakten stellen glauben wahrscheinlich auch daran, dass der Klimawandel nur eine Erfindung ist um den Amerikanischen Bergbauarbeiter arbeitslos zu machen.

Man muss beim Blackjack wie ein Roboter spielen. Das bedeutet, jedes Mal, wenn der Dealer eine 16 austeilt und er eine 7 hat, muss man noch eine Karte ziehen, egal ob man das letzte Mal verloren hat oder mit Glück gewonnen hat. Das gilt auch für ein Paar Achter gegen eine 10 des Dealers. Man schiebt die Chips hin und teilt.

Warum? Weil das der richtige Move ist, mit dem man auf lange Sicht entweder weniger Geld verliert oder mehr Geld gewinnt.

Auf „attraktive“ Sidebets setzen

Sidebets sind „Nebenwetten“, die unabhängig von der gepsielten Hand angeboten werden. Dazu muss man einen Extra-Einsatz bringen. Meist braucht man dafür eine spezielle Kombination, die an Poker-Hände angelehnt ist wie z.B. ein Flush, wenn die eigenen beiden Karten und die Karte des Dealers alle aus der gleichen Farbe bestehen.

Für eine Sidebet erhält man sehr hohe Auszahlungen vom bis zu 100-fachen des Gesamteinsatzes. Das machen sie sehr verlockend im Vergleich zum relativ überschaubaren Gewinn von 1:1 (Einsatz : Gewinn) bei einer normalen Hand.

Allerdings sind die Sidebets bei genauer Betrachung sehr nachteilig für den Spieler. Während der Hausvorteil beim Blackjack bei unter einem Prozent liegt, haben die Casinos durch die Sidebets einen Weg gefunden weiteren Profit zu machen.

Die meisten Sidebets haben einen rechnerischen Nachteil von 10% oder mehr und sollten daher von niemandem gespielt werden.

Es gibt wie fast immer eine Ausnahme für Kartenzähler. Wenn man mit wenigen Kartendecks spielt und die Situation entsprechend gut ist, kann es durchaus lukrativ sein, wenn man auf eine Sidebet spekuliert wie z.B. Perfect Pair, bei der man zwei zehnwertige Karten braucht und im Idealfall zwei identische Face-Karten (z.B. zweimal Herz-Dame).

In allen anderen Fällen saugt das Casino mit Sidebets den Spielern das Geld ab, weswegen diese Wette auch „Sucker Bet“ (Idioten-Wette) genannt wird. Und wer will sich denn freiwillig als Idiot outen?

Mehr setzen, weil man gewinnen muss

Der Spieler setzt 5 Dollar pro Hand und verliert vier oder fünf Hände hintereinander. Jetzt erhöht er seinen Einsatz auf 10 Dollar, weil er glaubt, dass er „gewinnen“ wird. Das Casino schuldet einem nichts und schon gar keine gewinnende Hand, nur weil man die vorherigen Hände verloren hat. Die Ergebnisse früherer Hände haben keinen Einfluss auf das Ergebnis zukünftiger Hände im Blackjack.

Nicht zu verwechseln mit dem Kartenzählen! Dabei steigt die Gewinn-Wahrscheinlichkeit, aber es ist trotzdem keine Garantie, dass man eine Hand gewinnt. Aber auch hier gilt wieder wie bei Punkt 1, dass man nur erfolgreich sein kann, wenn man in wiederkehrenden Situationen immer die gleiche Entscheidung trifft und nicht nach Bauchgefühl entscheidet.

Nicht wissen, wann man aufhört

Der Gelegenheitsspieler kommt vielleicht mal 100 Dollar voran. Das Blatt dreht sich und er beginnt zu verlieren. Was denkst du, was der Spieler macht? Wie viele sagen: „Ich werde mit meinem Gewinn aufhören!“ Wie viele spielen stattdessen weiter? Wahrscheinlich werden 90% aller Gelegenheitsspieler weiter spielen. Warum? Gier und der Wunsch nach Handeln. Ist es besser, drei Stunden zu spielen und den Gewinn wieder zu verlieren oder nach einer Stunde mit einem Gewinn von 100 Dollar aufzuhören?

Ich gebe zu, dass ich selbst auch nicht immer die Disziplin habe das einzuhalten. Wenn man irgendwo hinfährt um zu spielen und es dort keine Alternativen Tische oder Casinos gibt, wäre der Ausflug oft nach kurzer Zeit beendet. In diesem Fall riskiert man einen Verlust und sieht das als Unterhaltungs-Steuer.

Stop Limit beim BlackjackBesser ist es allerdings, wenn man an Orten spielt, wo es mehrere Casinos gibt, so dass man beim erreichen eines Zieles einfach gut gelaunt auscashen lassen kann und in ein anderes Casino weiterzieht. Mein Bruder Mike K Vegas beherrscht diese Disziplin in Perfektion, was ihm in Vegas 2017 500 Dollar Gewinn eingebracht hat, obwohl er nur mit 5 Dollar Mindesteinsätzen gespielt hat.

Mein Statistik-Berater Dr. Highroller (der kein Blackjack spielt) hingegen gibt zu bedenken, dass es keinen Unterschied macht, ob man weiter spielt oder aufhört. Der Hausvorteil ist immer gegen einen. Wenn man eine lange Session spielt ist die Gewinnerwartung bzw. der Verlust genauso hoch wie bei vielen kurzen Sessions. Auch, wenn das Glück zwischenzeitlich auf der eigenen Seite sein kann, so wird man irgendwann den Gewinn in anderen Sessions wieder verlieren. Außer man spielt nicht mehr, wenn man einmal viel gewonnen hat. Oder man hat immer Glück, wenn man gelegentlich spielt.

Wenn man allerdings Kartenzählen kann oder zumindest soviel Erfahrung hat in den jeweiligen Situationen die richtige Entscheidung zu treffen und den optimalen Einsatz zu bringen, kann man auf lange Sicht erfolgreich Blackjack spielen.

In Online Casinos spielen

Ein richtiger Blackjack Spieler würde niemals in einem Online Casino spielen oder zumindest nicht regelmäßig 😉 Ich spiele selbst öfter in Online Casinos um Dinge zu erklären, da das in der Praxis anschaulicher ist. Ebenso ist das Spielen in Online Casinos zum Üben der Basic Strategy und zur Gewöhnung an das Spielen mit Geld eine hilfreiche Sache.

Wer allerdings denkt, er könnte Blackjack in einem Online Casino spielen und dabei etwas gewinnen, ist schief gewickelt. Der Hausvorteil des Casinos ist beim Computer Blackjack so hoch wie bei einem Automatenspiel, auch wenn die Casinos etwas anderes behaupten.

Auch beim Live-Blackjack sind die Gewinnchancen aufgrund der acht Kartendecks sehr gering. Auf lange Sicht gewinnt immer das Casino. In richtigen Casinos muss das nicht zwangsläufig der Fall sein.

Glauben, dass das Blackjack-Spiel alles Glück ist

Glück beim Glücksspiel BlackjackViele Spieler setzen Blackjack in die gleiche Kategorie wie Slots. Es ist alles Glück, also warum sollte man sich die Mühe machen eine komplizierte Strategie zu lerenen? Das kann man über Slots, Roulette und die meisten anderen Casinospiele sagen, aber man würde sich beim Blackjack täuschen.

Warum? Weil Blackjack ein Spiel ist, bei dem Karten fortlaufend ausgespielt werden und sich damit die Zusammensetzung der restlichen Karten ändert. Eine Karte, die ausgespielt wurde kann nicht nochmal kommen. Wenn alle Asse ausgespielt sind kann man keinen Blackjack mehr bekommen. Das wäre schlecht und das Casino hat einen noch größeren Vorteil.

Wenn hingegen wenig oder gar keine Asse ausgespielt werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Blackjack bekommt und damit der rechnerische Vorteil des Spielers gegenüber dem Casino.

In dem man Kartenzählen lernt, kann man genau verfoglen, wie hoch die Gewinnwahrscheinlichkeit ist. Durch geschicktes berechnen der Einsätze kann man in vorteilhaften Situationen mehr setzen als in nachteilhaften und so auf lange Sicht einen Vorteil erlangen.

So wird man ein besserer Blackjack Spieler

1. Es gibt einen mathematisch korrekten Weg, um jede Hand zu spielen. Diese Spielstrategie wurde durch Millionen von Computersimulationen von unzähligen Blackjack-Mathematikern entwickelt und bestätigt. Diese Strategie gibt es seit mehr als 50 Jahren. Es ist die einzige Spielstrategie, mit der man die Gewinnchancen verbessern kann.

2. Der einzige Faktor, der die Chancen, die aktuellen oder zukünftigen Hände zu gewinnen, beeinfluss, ist die Zusammensetzung der nicht ausgespielten Karten. Wenn die restlichen Karten im Stapel überwiegend kleine Karten sind, ist der Vorteil auf seinen des Dealer.

Wenn allerdings die Zusammensetzung der restlichen Karten mehr 10er, Bildkarten und Asse enthält verschieben sich die Gewinnchancen zu Gunsten des Spielers. Um diese Tatsache über Blackjack auszunutzen, muss man die Karten beobachten, den Tisch „scannen“ oder im besten Fall Karten zählen lernen.

Die Karten, die auf dem Tisch liegen und von allen gesehen werden können, enthalten wertvolle Informationen, die clevere Spieler nutzen können. Wenn man vergleichsweise mehr kleine Karten auf dem Tisch sieht, dann muss es in Zukunft mehr hohe Karten geben. Wie schon erwähnt braucht man die hohen Karten für einen Blackjack und andere gute Kartenkombinationen. Deshalb sollte man in diesen Fällen den Einsatz erhöhen.

Also, wenn es darum geht, ein Blackjack Winner zu sein, dann sollte man die Blackjack Strategie können und Karten zählen lernen. Du kannst dich entweder weiterhin wie ein schlechter Blackjack Spieler verhalten oder du kannst etwas Zeit investieren und lernen, wie man gewinnt.

Einen guten Start dazu liefert das kostenlose Blackjack Coaching von Radek Vegas.

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